Systemische Markenführung

Systemische Markenführung legt kein linear-kausales Verständnis zugrunde, das versucht, den zu klärenden Sachverhalt des Markenphänomens auf Grundlage eines einzelnen Faktors zu erklären, sondern basiert auf allgemeinen Eigenschaften und Prinzipien eines ganzen Systems, wobei nicht auf dessen spezielle Natur oder die seiner Einzelteile abgestellt wird. Eine Marke ist nicht-trivial, also nicht durch einfache Input-Output-Darstellung berechenbar, und soll durch die systemische Markenführung beschreibbar gemacht werden, indem Interaktionen und die Unterscheidungskraft der Marke herangezogen werden. Insbesondere findet dabei Beachtung, dass etwas erst entsteht und zu einem Phänomen wird, wenn es von anderen wahrgenommen wird, weshalb die Kommunikation, Erwartungen und Überzeugen derjenigen Personen, die die Marke entwickeln und beobachten, also z.B. Mitarbeiter und Kunden, entscheidend für das Auftreten der Marke ist. Die grundsätzlich von Beginn an vorhandene Unterscheidbarkeit der Marke wird mithilfe der systemischen Markenbetrachtung aufgeschlüsselt und dann der Leitentscheidung entsprechend weiterentwickelt, um die Marke einzigartig zu machen.