Unlautere Behinderungen

Jeder Unternehmer behindert den wirtschaftlichen Erfolg seiner Mitbewerber, indem er ihnen Konkurrenz macht. Diese Behinderung durch die Qualität, das Image und den Preis einer Leistung ist wettbewerbseigen. Aus der behindernden Wirkung eines Wettbewerbsverhaltens lässt sich nicht auf dessen Unlauterkeit schließen. Ein behinderndes Wettbewerbsverhalten wird erst wettbewerbswidrig, wenn besondere Umstände hinzutreten, die ihm das Gepräge der Unlauterkeit geben. Bei der unlauteren Behinderung n. § 4 Nr. 10 UWG geht es um Verhaltensweisen, die primär weniger dem wirtschaftlichen Erfolg der eigenen Leistung dienen als der Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Entfaltung der Konkurrenten durch nicht leistungsgerechte Mittel.